Angefangen hat alles 1976. Manfred Meier und seine Schwester Barbara machten in der Drostestraße einen Laden auf, wie es ihn in Hannover bis dahin nicht gab: einen, in dem es nur um die Küche ging. Töpfe, Messer, Geschirr — nichts davon zufällig im Regal, jedes Stück ausgesucht.
Ich kam als Kundin. Studentin damals, in den Achtzigern, und eigentlich wollte ich nur schauen. Hinausgegangen bin ich mit meiner ersten Dibbern-Tasse. Irgendwann fragte ich, ob sie jemanden brauchen könnten — das Studium wollte schließlich bezahlt werden. Aus den paar Stunden neben der Uni wurden Jahre: im Laden, auf den Messen, neben Manfred.
Fast fünfzig Jahre lang war das Manfreds Laden — ein ganzes Arbeitsleben hinter derselben Theke. Als er sich zur Ruhe setzte, habe ich übernommen. Seit April 2023 ist die Potterie meine.
Geändert hat sich weniger, als man denkt. Die Dibbern-Tassen stehen noch im Regal, wie am ersten Tag. Und wir verkaufen nach wie vor nichts, was wir nicht selbst in unserer eigenen Küche benutzen würden.
Susanne Ruggeri Inhaberin
